Die treibenden Faktoren
Stefan Herschbach, Vorstand der Servicebetriebe Neuwied, bringt es auf den Punkt: „Es wird zunehmend unwirtschaftlicher, diese Strukturen doppelt vorzuhalten. Wir sehen deutliche Vorteile darin, unsere Leistungen zu bündeln, zumal wir in unmittelbarer Nachbarschaft agieren."
Die Herausforderungen, die kommunale Dienstleister bewältigen müssen, haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft:
Begrenzte Budgets: Kommunale Haushalte stehen unter Druck. Effizienzgewinne sind nicht mehr optional, sondern notwendig.
Fachkräftemangel: Qualifiziertes Personal zu finden und zu halten, wird immer schwieriger. Ein größerer Betrieb kann attraktivere Entwicklungsmöglichkeiten bieten.
Steigende Anforderungen: Nachhaltigkeit, Digitalisierung, gesetzliche Vorgaben sind Anforderungen an kommunale Betriebe und nehmen kontinuierlich zu.
Saisonale Flexibilität: Ein gemeinsamer Personalpool ermöglicht flexiblere Einsätze.
Auch Peter Schneider, Erster Beigeordneter der Stadt Bendorf, macht die Dringlichkeit deutlich: „Im Rahmen der Wirtschaftsplanung 2026 hatten wir bereits darauf hingewiesen, dass die Wasser- und Abwassergebühren in Bendorf ab 2027 steigen müssen. Ohne den Zusammenschluss würden uns in den kommenden Jahren die Kosten unkontrolliert weglaufen, zumal die gesetzlichen Anforderungen deutlich steigen."
Diese Aussage zeigt: Es geht nicht um abstrakte Effizienzgewinne, sondern um konkrete Auswirkungen auf die Gebührenzahler.